KÜS wird Schiedsrichter-Partner beim 72-Stunden-Handball
Es waren 72 Stunden mit Pfiff – und am Ende stand eine neue Bestmarke: Der Hamburger Traditionsverein T.H.-Eilbeck stellte in diesem Sommer den Weltrekord für das längste Handball-Spiel der Welt auf. Die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V. – kurz: KÜS – war als Partner der Schiedsrichter:innen dabei.
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4.320 statt 60 Minuten: So lang war das längste Handballspiel der Welt. Und in jeder einzelnen Minute stand mindestens ein Schiedsrichter im Trikot mit KÜS-Logo auf dem Spielfeld der Sporthalle Wandsbek. „Für unsere Unparteiischen war es eine große Wertschätzung, dass sie nicht nur jeder ein eigenes Trikot für den Weltrekordversuch gestellt bekommen haben, sondern auf diesem Trikot auch noch das Logo des Schiedsrichter-Partners zu sehen war, den man aus der Bundesliga kennt“, betont Guillaume Voigt aus dem Orga-Team des T.H.-Eilbeck.
Zur Verfügung stand beim Weltrekordversuch ein Kreis von knapp 40 Unparteiischen, am Ende kamen 20 von ihnen tatsächlich zum Einsatz. Denn 72 Stunden lang stand nicht nur durchgehend immer mindestens ein Schiedsrichter auf dem Feld – ein Unparteiischer saß als Backup am Spielfeldrand, damit das Spiel im Falle einer Verletzung reibungslos hätte weiterlaufen können.



„Für den Erfolg unseres Weltrekordversuchs war entscheidend, dass wir über 72 Stunden jederzeit einen Schiedsrichter auf dem Feld haben – und wir sind jetzt, wenn wir mit etwas Abstand auf das Event blicken, immer noch begeistert, beeindruckt und dankbar von der Einsatzbereitschaft unserer Unparteiischen“, betont Voigt. „Selbst für die langen Nachtstunden fanden sich bereitwillig Schiedsrichter und es herrschte eine tolle Kameradschaft.“
„Rekordhalter“ bei den Schiedsrichtern war am Ende Andreas Stapelfeld, der Schiedsrichterwart des T.H.-Eilbeck pfiff insgesamt 15 (!) Stunden. Der jüngste Schiedsrichter war der damalig erst 13 Jahre alte Maneck Courtel. Und die weiteste Anreise hatte Thomas Netzhammer. Er reiste von seinem Wohnort Lörrach nahe der Schweizer Grenze über 700 Kilometer nach Hamburg, um beim Weltrekord pfeifen zu können.



In der Schweiz pfeift Netzhammer bis zur 2. Liga, doch der Weltrekord war selbst für den erfahrenen Referee ein ganz besonderes Erlebnis. Das Highlight: Er pfiff am Freitag um 16 Uhr das längste Handball-Spiel der Welt an. „In der Schweiz bringt mich auf dem Feld eigentlich nichts aus der Ruhe, ich habe viel erlebt, aber hier hatte ich Herzklopfen“, sagte er, als er nach der ersten Stunde vom Spielfeld kam. Warum wollte er unbedingt in Hamburg dabei sein? „Aus Leidenschaft, purer Leidenschaft. Ich habe ein Herz für Handball. Handball ist Familie, Handball ist mein Leben.“
Für die letzten zwei Stunden des Spiels erhielt das Schiedsrichter-Team Verstärkung von ‚echten‘ KÜS-Schiedsrichtern: Jannik Otto und Raphael Piper aus dem Elitekader des Deutschen Handballbundes leiteten beim Weltrekord die letzten 120 Minuten. „Es war natürlich toll, dass unser Partner auch die Unparteiischen beim Weltrekord unterstützt hat, denn ohne Schiedsrichter hätte nicht 72 Stunden gespielt werden können“, bedankte sich Piper. „Für uns als Schiedsrichter des Deutschen Handballbundes ist es extrem wichtig, einen starken Partner an der Seite zu haben, der sich so für uns engagiert – auch über das übliche Maß hinaus, wie sich beispielsweise bei einem Fahrsicherheitstraining zeigt, das KÜS für uns organisiert hat. Nur so können wir gemeinsam das Schiedsrichterwesen vorantreiben und zusammen besser werden.“


Nach dem Abpfiff erfüllten sie die Foto- und Autogrammwünsche. „Wir versuchen sonst eher, im Hintergrund zu bleiben“, sagt Piper danach im KÜS-Interview. „Wenn wir dann aber selbst auch mal um Unterschriften auf Schiedsrichter-Trikots oder Fotos gebeten werden, ist das eine schöne Wertschätzung für uns.“ Nach dem Abpfiff durch Otto/Piper zertifizierte das Rekordinstitut für Deutschland (RID) vor Ort den neuen Weltrekord und Rekordrichter Olaf Kuchenbecker überreichte die Urkunde. Der (einmalige) Endstand des Rekordmatches? Team Blau 2.412 : 2.208 Team Weiß.
„Wir gratulieren dem T.H.-Eilbeck zum erfolgreichen Weltrekordversuch und freuen uns natürlich ganz besonders für die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter, die das längste Handballspiel der Welt erst ermöglicht haben“, sagt Sandra Jochem, Leitung Presse & Unternehmenskommunikation bei KÜS. „Seit über fünf Jahren leben wir die Partnerschaft mit den Schiedsrichter:innen des Deutschen Handballbundes, weil wir gemeinsame Werte teilen und es war uns eine Freude, jetzt all diese engagierten Unparteiischen bei ihrem einmaligen Event unterstützen zu können. Denn wie bei jedem Handballspiel ging es natürlich auch beim längsten Handballspiel nicht ohne Schiedsrichter:innen.“
Das Schiedsrichter-Team der 72 Stunden:
Andreas Stapelfeld, Axel Tischer, Christian Jüres, Dirk Weitemeyer, Florian Schirmeister, Hannes Blume, Hannes Haselow, Jannik Otto, Jens Peter Fey, Judy Salama, Leon Dürer, Luca Leon Fischer, Maneck Courtel, Martin Kaufmann, Nathalie Mordhorst, Nicolas Bauer, Ole Temme, Raphael Piper, Simon Hildebrand und Thomas Netzhammer.
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